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Wednesday
Jun302010

Bauboom in Zürich, auf Kosten der Mieter.

Die Bauarbeiter sind bereits zu Hause in den eigenen VIER Wänden, VIER!Vorgestern kam ich spätabends nach Hause und sah, dass die Fenster in unserer Küche ausgehängt waren und dass die lieben Bauarbeiter, diese nicht wieder eingehängt hatten. Stattdessen lagen die Fenster an einem der drei unversehrten Küchenwände. "Ein Lapsus kann jedem mal passieren." dachte ich mir und so hängte ich die Fenster für die Nacht wieder ein und informierte die freundliche Technikerin der atool GmbH, beauftragt von Gresch und Schwab, den Besitzern, Sie möge schauen, dass in der Parterrewohnung die Wand zum Innenhof doch bitte noch so notdürftig über Nacht abgedeckt sein möge, damit man nicht einfach reinspazieren und sich am Hausrat bedienen könne. Sie war einsichtig und  nahm sich verbal dieser Verantwortung an.

Heute komme ich nach Hause und sehe, dass die ganze verdammte Küchenwand zum Innenhof restlos fehlt und sich keine Sau verantwortlich gefühlt hat, ein verdammtes Brett oder eine Blache in die Finger zu nehmen und damit wenigstens vorzugaukeln, dass man über den Innenhof nicht in meine Wohnung reinlaufen könne. Ase lässig. Klar, die Küchentüre mit dem billgsten aller Schlösser ist natürlich abgeschlossen, aber will ich denn niemanden davon abhalten, nachts in meine Küche zu laufen?

Strom-, Wasser-, Heizungsausfälle, geschrottete Fahrräder, Neue Kellerabteil-Türen, die man mit einem Handgriff aushebeln kann. Und niemand wird anscheinend genug bezahlt, um sich irgendwie verantwortlich zu fühlen und auch bloss minimal an die Bewohner der Mietwohnungen zu denken. Würden die Besitzer der Liegenschaften hier wohnen, gingen sie anders damit um, aber sie haben ja zum Glück die Möglichkeit solche Unannehmlichkeiten auszublenden. Dankeschön.

Immerhin, bei den vielen Baustellen in der Stadt Zürich kann ich unmöglich der einzige sein der mittlerweile solcherlei Erlebnisse schildern kann. More to come.

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